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Miroslav Tichý
Foto von Petr Kozánek, 1968
Miroslav Tichý, Graphisches Werk
Miroslav Tichý haltet seine selbstgemachte Kamera, Foto von Roman Buxbaum, 1987

Tichý 100 Prague - Zürich
1.12.2025–31.12.2026

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Feier des 100. Geburtstags des tschechischen Fotografen Miroslav Tichý im November 2026

Im Laufe des Jahres 2026 lädt tichyocean zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten ein.

Feiern Sie mit uns!

www.tichyocean.com/de/tichy100

Tichý 100: Miroslav Tichý Zürich
22.5.–4.9.2026

Diese Ausstellung vereint eine kuratierte Auswahl einiger der eindrucksvollsten Werke von Miroslav Tichý aus verschiedenen Phasen seines Lebens und künstlerischen ...

Diese Ausstellung vereint eine kuratierte Auswahl einiger der eindrucksvollsten Werke von Miroslav Tichý aus verschiedenen Phasen seines Lebens und künstlerischen Schaffens – von seltenen frühen Gemälden und Zeichnungen bis hin zu seinen späteren, heute ikonischen fotografischen Arbeiten.

Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag von 1945 bis 1948, wo er als besonders begabter Zeichner galt und sich intensiv mit dem weiblichen Akt beschäftigte, führte die kommunistische Machtübernahme 1948 zu seinem endgültigen Bruch mit der Akademie. Als der Akt als bürgerlich und dekadent abgelehnt und stattdessen der Sozialistische Realismus propagiert wurde, zog sich Tichý in seine Heimatstadt Kyjov zurück. Dort, ausserhalb der etablierten Kunstwelt und fernab offizieller künstlerischer Strukturen, begann er, eine eigenständige künstlerische Praxis zu entwickeln.

Die weibliche Figur blieb zeitlebens das zentrale Motiv seines Werks. In Zeichnungen, Gemälden und später Fotografien beschäftigte er sich mit ihrer Erscheinung und Bewegung. Seine Motive fand er im Alltag – auf der Strasse, in Parks oder in Schwimmbädern. Obwohl das Bild der Frau im Zentrum seines Werks steht, ist seine Praxis weniger von erotischem Interesse als von einer künstlerischen Untersuchung von Form, Bewegung und Wahrnehmung geprägt – ein Ansatz, der an Henri Matisse erinnert, einen frühen Einfluss auf Miroslav Tichý.

Ab den späten 1960er-Jahren begann Tichý zu fotografieren. Zunächst verwendete er herkömmliche Kameras, später baute er seine eigenen, eigenwilligen Apparate aus einfachen Materialien wie Holz, Brillengläsern und handgeschliffenen Linsen. Die entstandenen Fotografien bearbeitete er häufig durch Zeichnung, Collage oder improvisierte Rahmungen weiter und überschritt damit bewusst die Konventionen der fotografischen Praxis.

Sein Werk umfasst eine Vielzahl von Medien und beinhaltet Tausende von Zeichnungen, zahlreiche Gemälde und Monotypien sowie ein umfangreiches fotografisches Œuvre. Es zeichnet sich durch eine bewusst unkonventionelle Bildsprache aus und entfaltet eine unverwechselbare, poetische Bildwelt, die sich etablierten ästhetischen Normen widersetzt.

Die Ausstellung macht diese facettenreiche Praxis sichtbar. Sie zeigt Tichýs parallele Beschäftigung mit unterschiedlichen Medien neben seinen selbstgebauten Kameras und Vergrösserungsgeräten und bietet so einen unmittelbaren Einblick in die Bedingungen, unter denen sein Werk entstand.

Tichy Story tichyocean, Zürich
4.9.2026

Für die Finissage der Ausstellung „Tichý 100“ laden wir Sie herzlich zu Tichý Story ein.

Ausgehend von seinen persönlichen Erinnerungen und Begegnungen mit Miroslav Tichý wird Roman Buxbaum die ...

Für die Finissage der Ausstellung „Tichý 100“ laden wir Sie herzlich zu Tichý Story ein.

Ausgehend von seinen persönlichen Erinnerungen und Begegnungen mit Miroslav Tichý wird Roman Buxbaum die faszinierende Geschichte des Lebens und Werks des Künstlers erzählen.

Finissage
4. September 2026
Apéro ab 18 Uhr
„The Tichý Story“ mit Roman Buxbaum beginnt um 18.30 Uhr

tichyocean
Lessingstraße 9
8002 Zürich