UPCOMING

TICHY BAR
SAVE THE DATES!

SPECIAL GUEST:
Veronika Moshnikova

PERFORMANCE: «12h»
08:00 – 20:00 UHR

This event is internal; an inspection and experiment with my own consciousness; it is an effort of mental focus on the present moment and its observation. Using a point (brush trace) as a quantum, I will create a linear record of time in 12 hours according to the fundamental definition of time:

Time is a continuous quantity, an a priori feature of the world, not defined by anything. A certain, usually periodic sequence of events is used as a basis for measurement, which is considered to be a reference point for a certain period, that occurs in an apparently irreversible succession from the past, through the present, and into the future.(1)

The flexibility of time is necessary to prevent it from becoming a “prison”. I lock myself in a rigid framework for half a day in order to observe the texture of time and the changes in my internal landscape.

This experiment will be performed in silence, with a vector of recording from left to right.

Jeden letzten Freitag im Monat ab 18 Uhr laden wir zur Tichy Bar mit Kunst Wurst und Budweiser ein.

(1) “Oxford Dictionaries: Time“. Oxford University Press. 2011

Image: Veronika Moshnikova

Freitag,
31.05.

Gianluca Trifilò, «L’homme d’argent – Wenn Götzenbilder ihre Gestalt ändern», 2024

TICHY BAR
SAVE THE DATES!

SPECIAL GUEST:
GIANLUCA TRIFILÒ
Videoprojektion: «L‘homme d’argent»

Einst Im Silberglanz geborgen, ein Zeichen tiefen Glaubens, ruhte einst in Stille das Kreuz in seiner Kraft. Doch Zeiten wandeln sich, und Götterbilder weichen, dem Neuen Platz zu machen, in stetem lauf.

Geschmolzen, umgeformt, das Metall nun verflüssigt, fliesst in neue Formen, in ein Zeichen dieser Zeit. Aus heiligem Symbol wird eine Pille geformt, „XANAX“ geprägt, auf blankem mattem Glanz.

In ihr verborgen, der Glaube an die Wissenschaft, die Hoffnung auf Heilung, in kaltem Metall. Doch was bleibt übrig, wenn das Heilige vergeht, und Glaube sich in Medizin verliert?

So stehen wir und fragen, im Angesicht der Transformation, was heilig uns noch bleibt, in dieser neuen Welt. Die Götzen, die wir nun anbeten, sind die Götter, die uns verschlingen, verkörpert in den Dingen, die uns einst Hoffnung schenkten.

Verehrt wird nun das Neue, das im Glanz der Pillen liegt, ein Glaubenswechsel, subtil und unerkannt. In dieser Ära, wo Wissenschaft zur Religion avanciert, fragen wir: Sind wir erlöst oder tiefer verstrickt?

Jeden letzten Freitag im Monat ab 18 Uhr laden wir zur Tichy Bar mit Kunst Wurst und Budweiser ein.

Freitag,
10.05.
18 Uhr

Bild von Jana Edisonga
Bild von Jana Edisonga
Bild von Jana Edisonga

EXHIBITIONS
Jonathan Meese

“DRACULA’S
LIEBE
MUTTERZ:
BÖSE LEICHE?!?”


Vernissage:
Sa. 08.06.
14:00 – 16 Uhr
07.06. – 14.07.

Ort:
Wasserkirche
Limmatquai 31
8001 Zürich

Ein Projekt der Tichy Ocean Foundation und der Wasserkirche Zürich.

Kaum ein Künstler der Gegenwart steht derart präsent in der Öffentlichkeit wie Jonathan Meese (geb. 1970) – und das seit bald fünfundzwanzig Jahren. Seine vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzungen – von Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie über Film, Oper, Installation und Performance bis hin zu Gedichten und Texten – zeugen von einem äußerst umfangreichen künstlerischen Schaffen. Er gehört zweifellos zu den einflussreichsten lebenden Künstlern. Jonathan Meese hinterfragt das derzeitige gesellschaftliche System und möchte es durch eine „Diktatur der Kunst“ ersetzen, um die Menschen von ideologisierenden Maßnahmen zu befreien, die sich derzeit in den vielfältigen Formen des Populismus widerspiegeln. Diese Tendenz der politischen Entwicklungen unserer Tage hat er bereits seit Mitte der 1990er-Jahre prophezeit, und angemahnt, man müsse mit den Mitteln der Kunst gegensteuern. Unterstützerin seiner künstlerischen Aktionen ist von Anbeginn seine Mutter Brigitte, was sich in den Zürcher Präsentationen deutlich zeigt.

Die beiden Ausstellungen „Erz-Inkubatorex de Large: Johnny, das Kunstkind ‚Evolutionärrz’“ und „Dracula’s Liebe Mutterz: Böse Leiche!?!“ in der Tichy Ocean Foundation und Wasserkirche Zürich setzen eine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Institutionen fort, die mit Präsentationen von Stefan Vogel und Mandy El-Sayegh begonnen hat. Zugleich ist das Projekt nach fünfundzwanzig Jahren in der Kunst Halle St. Gallen die erst zweite Einzelausstellung von Meese in der Schweiz. Inspiriert von einem Besuch im Juni diesen Jahres in der Krypta der Wasserkirche, in der sich nach einer Legende der Findling befindet auf dem die Zürcher Schutzpatrone Felix und Regula um 300 n. Chr. als römische Soldaten im Zuge der diokletianischen Christenverfolgung enthauptet worden sein sollen, werden beide Präsentationen in der Art eines Mausoleums arrangiert. „IN DER WASSERKIRCHE WIRD DAS ERZ-GRAB VON ‚DRACULA‘S MUTTERZ’ PRÄSENTIERT! DAS GRAB IST EIN SITZGRAB IN EINEM KUNST-TEMPEL AUS STYROPORBLÖCKEN! DER TEMPEL IST UMGEBEN VON KUNSTBEARBEITETEN EURO-PALETTEN, ALLES WIRKT TORFIG UND IMPROVISIERT, WIE ZUM ABHEBEN EINES KUNSTUFOS BEREIT,“ so der Künstler.

Jonathan Meese berücksichtigt explizit die räumlichen Begebenheiten der Foundation und Kirche sowie ihre derzeitige wie vergangene Geschichte. In den folgerichtig raumbezogenen Installationen werden neben Malereien und Zeichnungen auch zahlreiche, speziell für die Ausstellungen konzipierte skulpturale Gebilde wie puppenähnliche Wesen sowie Aktionsvideos vom Künstler mit seiner Mutter gezeigt. Neben dem örtlichen Bezug ist Meese natürlich auch die Ausarbeitung der inhaltlichen Komponente wichtig, die Auseinandersetzung mit dem inhärenten Thema „Tod im Leben“ und umgekehrt. Jonathan Meese zur Ausstellung in der Tichy Ocean Foundation: Hier „WIRD DAS ERZGRAB VOM ‚UNBEKANNTEN KUNSTSOLDATEN’ JOHNNY, DAS KUNSTKIND, ALSO JONATHAN HARKERZ, PRÄSENTIERT…..JOHNNY HARKERZMEESE IST LETZTLICH JOHN SINCLAIR, ALSO DER GEISTERJÄGER…..ODER LARRY BRENT, MACABROS, ODER ARSAT, DER DÄMONENJÄGERZ…..DAS GRAB IST AUCH NUR EIN „SCHLAFINKUBATOR“ AUS DEM DIE „K.U.N.S.T.“, WIE DRACULA, ERWACHT, WENN SIE DANN ALS ERZRETTUNG GEBRAUCHT WIRD, WIE BEI SUPERMAN….“




ERZ-INKUBATOREX DE LARGE: JOHNNY, DAS KUNSTKIND “EVOLUTIONÄRRZ”!,

Vernissage:
Sa. 08.06.
18 – 23 Uhr
07.06. – 29.09.

Ort:
Tichy Ocean Foundation
Lessingstrasse 9
8005 Zürich

CURRENT

Jiří Kovanda, Untitled, Holzstuhl
Arnulf Rainer, Untitled, 2008, 41.5 x 29.5cm,
Bleistift auf Tintenstrahldruck
Gelitin, Mona Lisa, 2008, 29,5 x 18 x 7 cm, Knetmasse auf Holz

EXHIBITION
«Raum, Körper, Kontur»
Arnulf Rainer
Jiří Kovanda
Gelitin

Die Tichy Ocean Foundation freut sich zum zweiten Mal Werke aus ihrer Sammlung zu zeigen. Nach der letztjährigen Ausstellung “Selbst, Self, I” präsentiert die diesjährige Ausstellung “Raum, Körper, Kontur” Werke von Künstlern aus Prag und Wien: Arnulf Rainer, Jiří Kovanda und dem Kollektiv Gelitin.

Jiří Kovanda
Der in Prag lebende Autodidakt Jiří Kovanda (*1953) ist seit den 1970er Jahren bekannt für seine zarten, poetischen Gesten, Aktionen und Interventionen und ist einer der bedeutendsten Künstler Tschechiens. Die für die Ausstellung ausgewählten Objekte sind ein geviertelter Tisch, der die vier Ecken des Raumes bewohnt, ein Sessel mit abgesägtem Bein und die Schuhe des Künstlers, mit Spaghetti statt Schnürsenkeln. Die dem Alltag entrissenen Objekte – Relikte eines längst vergangenen Moments – untersuchen die Verbindung von Zeit und Raum. Sie beziehen sich auf die Präsenz der Abwesenheit eines Körpers, der sie einst nutzte und erforschen im Alltäglichen das, was im Verborgenen weilt. 

Arnulf Rainer
Im steten Streben nach Wandlung, erhob der österreichische Maler und Zeichner Arnulf Rainer (*1929), die Übermalung zur eigenen Kunstform. Die Idee entsprang aus der blanken Not, denn wegen Materialmangel fing er an fremde Bilder zu übermalen und wurde damit, kurzerhand, zu einem der erfolgreichsten Künstler der Nachkriegszeit. Arnulf Rainer, der fasziniert war von den eigenartigen Fotografien Miroslav Tichý, suchte im Jahr 1992 Miroslav Tichý auf, um Werke für seine Art Brut Sammlung anzukaufen. Doch Tichý lehnte vehement ab etwas zu verkaufen und bot an Werke zu tauschen. Dieser Tauschakt legte gleichsam den Grundstein für das Sammlungsprojekt „Artists for Tichy – Tichy for Artists“, welche die Tichy Ocean Foundation seither weiterführt. Alle Werke dieser Ausstellung wurden getauscht.

Arnulf Rainer äusserte 2006 den Wunsch Aktfotografien von Miroslav Tichý zu bearbeiten. Wir stellten ihm 27 Inkjetprints von Fotografien von Frauen zur Verfügung, die Tichý im Laufe der Jahre von seinem Fernsehschirm abfotografiert hatte. Diese „Screenshots“ von Tichý überzeichnete Rainer mit wilden, energischen Strichen und launischen Akzenten. Der Eingriff versetzt das Bild in Bewegung und wirkt nahezu verstörend. Es eröffnet sich eine Dichotomie von Provokation und Verletzung. Weibliche Körper von Schauspielerinnen, die vor rund 30 Jahren vom österreichischen Fernsehen gesendet, über den Äther, den eisernen Vorhang durchbrachen, wurden vom Fotografen Tichý, in Silber, eingefangen. Sie kehrten nach Österreich zurück, um von Rainer überzeichnet zu werden. Die radikale, kompromisslose Gestik des Malerfürsten setzt hier seine ungebändigte Kraft frei und verbindet Figuration und Abstraktion. 

Gelitin
Das Wiener Künstlerkollektiv Gelitin (bis 2005 Gelatin) gründete sich 1978 und stellt seit 1993 international aus. Die fünf Künstler stehen in der Tradition des Wiener Aktionismus. Dadaistisch absurde Elemente und der Gebrauch ungewöhnlicher oder recycelter Materialien ist charakteristisch für das Kollektiv: Eine Mona Lisa aus bunter Knetmasse für Kinder, ein Teddybär in einem Einmachglas und ein gestrickter toter Hase mit heraushängendem Gedärm. Sie provozieren auf humorvolle und spielerische Weise durch ihren Umgang mit tabuisierten Themen der Körperlichkeit und Sexualität. Die ebenfalls ausgestellte Holzskulptur Untitled wurde aus Rückenlehnen von Wiener Thonetstühlen zusammengeschraubt. Die Skulptur erinnert an die Konturen eines Körpers, der sich im Raum bewegt und mit dem Betrachter tanzt.

Vernissage:
Freitag, 23.02.2024
18 Uhr

23.02.–
27.04.

ARCHIVE

EXHIBITION
Miroslav Tichý
«Screenshots»
Location: GALLERIA EDIZIONI PERIFERIA

AUG 26, 2023 –
DEZ 16, 2023

STORYTELLING
«SUPERMUNDUM
ALPENSAGEN
ZUM GRUSELN»
Storyteller: Samantha Grob

DEC 15, 2023

EXHIBITION
Mandy El-Sayegh
«In-Session»

JUNE 9 – NOV 30,
2023

SPECIAL EVENT:
Mandy El-Sayegh, «In-Session»
CLOSING CELEBRATION &
BOOK LAUNCHELLING

30.11.2023


STORYTELLING:
«SPOOKTACULAR –
Ghosts seeking audience!»
Storyteller: Samantha Grob

10.11.2023

BUCHVERNISSAGE
«Miroslav Tichý – Screenshots»
Gianni Paravicini

Miroslav Tichý
«Ein Aussenseiter unter Aussenseitern» Roman Buxbaum

14.09.2023


EXHIBITION
«Valentin Carron &
Jacques Chessex»
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15.04. –
27.05.2023

Exhibition
Alfredo Jaar
«Five Women»
Eröffnung durch Mirjam Varadinis
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10.12.2022–
23.03.2023

LECTURE
Martin Vadas
«Proces H» Milada Horáková

17.03.2023
6:30 PM

TALK
Dr. Anna Mirga-Kruszelnicka
«Roma pride,
self-representation and
the contemporary arts»

Fri. 27.01.
6:30PM

Exhibition
Anna & Bernhard Blume; Paul McCarthy; Damien Hirst; Brigitte Debeaux; Christian Jankowski; Jürgen Klauke; Jiří Kovanda; Urs Lüthi; Jonathan Meese; Pierre Molinier; Luboš Plný; Wulf Rössler; August Walla; Peter Weibel; Gillian Wearing; David Weiss; Andro Wekua
«SELBST/SELF/I»
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17.09.–
20.11.2022

Lecture
Prof. Wolfram Kawohl
«Tourette!»

03.11.2022
6PM

Lecture
Daniel Strassberg
«Ist das
Ich selbst
ein Kunstwerk?»

06.10.2022
6PM

Book launch
Thomas Jędrzejak
«T’ink»
Original Drawings Exhibition
Speaker: Marc Kappeler, Reportagen

01.09.2022
6–9PM

Lecture
Prof. Dr. med. Erich Seifritz
«Psychedelika in der
antidepressiven Therapie»

30.08.2022
6–8PM

Exhibition
Stefan Vogel
«Wo der gelbe Fleck ist und
das Scheitelhaar liegt, da tut es weh»

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10.06.–
21.08.2022

Exhibition
Stefan Vogel
«Kommen, Abhängen!»
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10.06.–
10.07.2022

Party
Celebrate with us! Tichy Ocean Foundation invites you to a party.
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10.06.2022

Booklaunch
Armand Schulthess
«Ein Neues Buch
über den Enzyklopädisten
im Kastanienwald von Auressio»

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05.05.2022

Exhibition
Miroslav Tichý
«After any given time –
Harald Szeemann & Miroslav Tichý
»
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17.09.2021–
28.05.2022